Beim Saisonauftakt noch Luft nach oben, dennoch schon vor München und Tauber platziert

Die Neu-Ulmer FechterInnen sind gleich mit zwei Quali-Turnieren zu den Deutschen Meisterschaften in die neue Saison gestartet. Fazit: Es ist noch Luft nach oben, dennoch konnte man sich schon vor den AthletenInnen aus München und Tauberbischofsheim platzieren – ein Novum.

Eben in „Tauber“ fand am Wochenende das U17 Q-Turnier statt: bei den Damen waren Alina Ketzer (am Ende 97.) und Anna-Sophia Popov am Start. Die noch 15-Jährige ist seit dieser Saison im Fechtinternat in Tauber, startet aber weiterhin für Neu-Ulm – ähnlich wie die spätere Turniersiegerin Merle Herwig und ihre Schwester Finja für den VfL Marburg. Anna war erst jüngst von einer Bänder-Verletzung ins Training zurückgekehrt und musste deshalb beim Turnier noch Abstriche machen. Für sie blieb am Ende der sehr passable 46. Platz.

Noch besser lief es bei den Jungs. Samuel Staib, ebenfalls unter der Woche im Fecht-Internat in Tauber, kam perfekt mit sechs Siegen durch seine Vorrunde. Nach Freilos in der 128-Ko-Runde konnte er sich im 64er nach Ablauf der 3mal3-minütigen Fechtzeit mit 13:12 durchsetzen. Erst im 32er-Ko scheiterte er mit 6:15 an Mateo Phielipeit vom SC Berlin und wurde schließlich hervorragender 19.

Für Joshua Kießling lief die Vorrunde mit 5:1-Siegen ähnlich erfolgreich. Er musste aber ins 128er, wo für ihn der Esslinger Alexander Springborn kein Problem darstellte. Auch im 64er konnte Kießling seine bisherigen Ko-Runden-Abneigung ablegen und gewann gegen einen belgischen Vertreter (der den Q-Turnieren dürfen auch ausländische Starter antreten).

Im 32er wurde es dann dramatisch. Wieder gegen einen Belgier wog das Gefecht hin und her. Nach der zweiten Drittelunterbrechung lag dann der Belgier wieder in Front, aber Neu-Ulmer konnte ausgleichen. Das ging so bis zum 14:14 und der nächste Treffer musste entscheiden, den dann der Belgier setzen konnte. Joshua Kießling wurde am Ende 26., war aber nur um einen Treffer vom 16er-K.o. entfernt und damit zur automatischen Quali für die Internationalen Junioren-Turnier. „Aber was noch nicht ist, kann – übrigens für beide Neu-Ulmer Fechter – in dieser Saison noch werden“, sagt hernach eine zufriedene Chef-Trainerin Cora Joha, „es ist tatsächlich noch etwas Luft nach oben, die Gesamtentwicklung unserer Athleten stimmt jedenfalls.“ Vor allen Startern aus München und aus Tauber waren die beiden Neu-Ulmer jedenfalls noch nie platziert. Das lässt für die Saison einiges versprechen.

Staib schon mit guter Frühform in Jena

Eine Woche zuvor beim Q-Turnier der U20 in Jena hatte Samuel Staib seine frühe Saison-Form schon angedeutet und als 15-jähriger bei den U20ern einen sehr guten 38. Platz belegt. Nils Bosserhoff, der von Tauber wegen der besseren schulischen Wahlmöglichkeiten wieder nach Neu-Ulm zurückgekommen ist, kam nach einem ausgeglichenen Turnier am Ende auf einen guten 53. Platz. Joshua Kießling musste die Saison offenbar erst noch beginnen nach einem langen Auslandsaufenthalt mit dem St. Georgs Chor. Bereits im 128er-Ko kam das frühe Aus, was am Ende nach einer noch ganz guten Vorrunde Platz 82 bedeutete. Bei den Damen kam Maria Popov gut zurecht. Die Abiturientin zeigte ein gutes Turnier und war mit Platz 52 recht zufrieden. Fazit der Cheftrainerin noch an der Planche: „Weiter gut trainieren und die Freude vom Training mit in die Turniere nehmen – die Jungs zeigen derzeit, wie man`s macht.“

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thk – Thomas Kießling